Montag, 20. Juni 2016

L'ASSH doit faire de la «musique»

L’ASSH se porte bien. Elle joue son rôle d’association faîtière pour une soixantaine de sociétés savantes représentant une large palette de domaines des sciences humaines et sociales, dont la plupart sont dotés de chaires universitaires, alors que d’autres sont ancrés dans le paysage culturel suisse. De nouveaux membres se pressent au portillon. L’un des défis permanents de l’ASSH consiste à mettre en place des structures adaptées aux besoins particuliers de chacune de ses sociétés membres et de leur proposer des activités fédératrices dans lesquelles elles peuvent s’inscrire sans contorsion. Le comité et le secrétariat général doivent donc trouver les dénominateurs communs entre ces entités relativement hétérogènes pour créer une valeur ajoutée et promouvoir des collaborations inattendues et fertiles.

La période 2010–2016, sous la présidence du prof. Heinz Gutscher, a été marquée par des développements importants: un rapprochement entre les différentes académies des sciences dans une structure plus lisible, topographiquement et institutionnellement parlant; l’aboutissement de projets importants, comme le Dictionnaire historique de la Suisse; une redéfinition des rôles entre le Fonds National Suisse et l’ASSH dans la conduite de projets à long terme; et des percées significatives dans des domaines de pointe, comme les humanités digitales, le traitement des grandes masses de données, ou le développement durable. L’ASSH poursuivra dans cette voie, ce qui ne l’empêchera d’affronter de nouveaux défis.  

Tout d’abord, il s’agira pour l’ASSH de trouver sa place dans le concert des académies. A l’instar de l’Europe, les Académies suisses des sciences sont encore en gestation et les partenaires sont encore incertains de leur position respective les uns envers les autres. Le nouveau président, M. Campagna, a présenté un programme ambitieux pour la période 2016-2020. L’ASSH a choisi d’y participer en prenant la direction du volet Ageing Society, avec la conviction que les sciences humaines et sociales ont un rôle essentiel à jouer non seulement dans une réflexion sur le vieillissement de la population suisse et mondiale et ses conséquences, mais aussi dans l’intégration du troisième âge dans un projet intellectuel et culturel transgénérationel. C’est à travers de tels projets que les Académies pourront s’épanouir, dans le respect des particularismes, mais avec une conscience aiguë des intérêts communs.

Ensuite, il faudra négocier avec le Fonds National Suisse, voire avec les organes européens, et au nom des sociétés membres de l’ASSH, des modalités de soutien à la recherche qui correspondent aux besoins et aux attentes des domaines concernés. Malgré la diversité des pratiques, l’ASSH a pu prendre, lors d’un récent débat, la mesure des inquiétudes des sociétés membres à l’égard des nouvelles règles de financement du FNS. Il ne s’agit évidemment pas d’engager un bras de fer avec notre grand frère, mais de favoriser un débat constructif afin d’utiliser les deniers publics de la manière la plus efficiente possible.

Finalement, les prises de positions régulières de l’Académie des sciences médicales ou de l’Académie des sciences naturelles, souvent appuyées par l’ASSH, nous rappellent le rôle politique attendu d’une académie. Le silence du monde académique en général et des académies en particulier, dans les mois qui ont précédé la votation du 9 février 2014, devient de plus en plus assourdissant, maintenant qu’on en mesure les effets sur la formation et la recherche. Tout en évitant toute politique partisane, l’ASSH doit se positionner, ne serait-ce qu’en instaurant un débat public, sur des questions sociétales aussi importantes que le numerus clausus en sciences humaines et sociales ou la politique des langues dans le domaine scolaire. L’ASSH est prête à relever ces défis, et d’autres encore.

Jean-Jacques Aubert, président de l’ASSH

Dienstag, 7. Juni 2016

Psychische Gesundheit und Lebensqualität im Alter

Beitrag von Dominik Weber, Projektleiter «Programme» Gesundheitsförderung Schweiz*


Im Zuge der demografischen Alterung gewinnt die Gesundheit älterer Menschen an Bedeutung. Die Stiftung „Gesundheitsförderung Schweiz“ baut aus diesem Grund ihr Engagement für die älteren Menschen aus. Ein wichtiges Thema ist dabei die Förderung der psychischen Gesundheit im Alter.


Frauen und Männer, die heute in der Schweiz pensioniert werden, haben durchschnittlich noch ungefähr einen Viertel ihres Lebens vor sich. Angesichts dieser ausgedehnten Lebensphase setzen sich internationale Organisationen und Landesregierungen zunehmend dafür ein, dass das Alter bei möglichst guter Gesundheit verbracht werden kann. Die Weltgesundheitsorganisation WHO erarbeitet gegenwärtig eine globale Strategie[1] zum gesunden Altern und auch die Schweizer Gesundheitspolitik strebt an, dass Menschen nicht nur älter werden, sondern auch länger gesund bleiben. So nimmt die Gesundheit älterer Menschen beispielsweise in der „Nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie)“[2] und den gesundheitspolitischen Prioritäten des Bundesrates „Gesundheit 2020“[3] eine besondere Rolle ein.

Bereits 1948 hielt die Weltgesundheitsorganisation in ihrer Gründungspräambel fest, dass Gesundheit eine körperliche, psychische und soziale Dimension umfasst. Angesichts von abnehmenden körperlichen und sozialen Ressourcen kommt der psychischen Gesundheit im Alter sogar ein besonders hoher Stellenwert zu. Für die einzelne Person ist die psychische Gesundheit ein wesentliches Element einer hohen Lebensqualität, sie fördert die Selbstständigkeit und erleichtert den Umgang mit körperlichen Erkrankungen und Behinderungen. Psychisch gesunde Personen im Pensionsalter sind zudem ein grosses Potenzial für die Gesellschaft, weil sie sich häufig innerhalb der Familie oder im Rahmen von Freiwilligenarbeit engagieren. Aus diesen Gründen, und um den Kostenanstieg im Gesundheitswesen zu dämpfen, lohnt sich die Förderung der psychischen Gesundheit im Alter.

Die psychische Gesundheit älterer Menschen ist interindividuell sehr unterschiedlich. Über die gesamte ältere Bevölkerung hinweg betrachtet stellt man jedoch fest, dass Menschen im Pensionsalter in mancher Hinsicht sogar über mehr Ressourcen verfügen und psychisch gesünder sind als Personen im mittleren Erwachsenenalter. So sind beispielsweise die Lebenszufriedenheit, das Vitalitätsempfinden und der Optimismus bei den 65-74-Jährigen höher als bei jüngeren Vergleichsgruppen[4],[5]. Dennoch ist in der Schweiz davon auszugehen, dass 15–25 % der älteren Menschen an mindestens einer psychischen Erkrankung leiden. Zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und Problemen im Alter gehören Depressionen, Angsterkrankungen, Delir, Suchterkrankungen und Schlafstörungen[6]. Demenzerkrankungen, die als organische Krankheiten auch psychische Symptome aufweisen, führen im Alter ebenfalls zu einer hohen Krankheitslast. Eine psychosoziale Herausforderung, die im Alter besondere Aufmerksamkeit verdient, ist die Einsamkeit. Aufgrund kritischer Lebensereignisse, die für das Alter typisch sind (z.B. Pensionierung, Pflege eines Angehörigen oder Verwitwung), sind ältere Menschen nämlich besonders gefährdet, den Anschluss an die Gesellschaft zu verlieren und zu vereinsamen. Fast jede dritte Person im Pensionsalter gibt an, sich manchmal bis sehr häufig einsam zu fühlen[7]. Soziale Ressourcen sind jedoch zentral zur Bewältigung von Belastungen und für den Erhalt der Gesundheit[8]. Ältere Menschen, die sich einsam fühlen, haben nicht nur eine kürzere Lebenserwartung, sondern leiden auch häufiger unter Bluthochdruck und depressiven Symptomen, schlafen schlechter und erkranken häufiger an Demenz[9],[10]. Zusammenfassend stellen amerikanische Forscher im Rahmen einer Metaanalyse fest, dass Einsamkeit hinsichtlich der Morbidität und Mortalität so ungesund ist wie Rauchen[11].

Ein zentraler Ansatz zur Förderung der psychischen Gesundheit im Alter besteht deshalb darin, verschiedene Anreize und Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe zu schaffen. Aktivierende Gruppeninterventionen wirken dabei auf mehreren Ebenen: Sie verbessern das psychische Wohlbefinden und die kognitive Leistung, gleichzeitig beugen sie Angststörungen und Depressionen vor und führen zu einer verminderten Beanspruchung der Gesundheitsdienste[12],[13].

Vor dem Hintergrund der demografischen Alterung baut Gesundheitsförderung Schweiz ihr Engagement im Bereich der Gesundheitsförderung im Alter aus. Sie tut dies in Übereinstimmung mit gesundheitspolitischen Strategien auf nationaler Ebene und den Bedürfnissen der Schweizer Kantone. Ziel des Engagements von Gesundheitsförderung Schweiz ist es, dass ältere Menschen die gewonnenen Lebensjahre möglichst lange bei guter Gesundheit und hoher Lebensqualität verbringen können. Durch die Verbesserung der Gesundheit und die Reduktion von Pflegebedürftigkeit im Alter soll zudem ein Beitrag zur Dämpfung der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen geleistet werden. 

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in einem kürzlich veröffentlichten Bericht von Gesundheitsförderung Schweiz: Weber et al. (2016): Gesundheit und Lebensqualität im Alter. Grundlagen für kantonale Aktionsprogramme «Gesundheitsförderung im Alter». Bericht 5. Bern und Lausanne: Gesundheitsförderung Schweiz.




[4] Daten aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) 2012
[5] Moreau-Gruet, F. (2014). Monitoring zur psychischen Gesundheit – mit Fokus «Ältere Menschen» und «Stress am Arbeitsplatz». Aktualisierung 2014. Bern und Lausanne: Gesundheitsförderung Schweiz.
[6] Weber et al. (2016): Gesundheit und Lebensqualität im Alter. Grundlagen für kantonale Aktionsprogramme «Gesundheitsförderung im Alter». Bericht 5. Bern und Lausanne: Gesundheitsförderung Schweiz.
[7] Daten aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) 2012.
[8] Siehe z.B. Bachmann, N. (2014). Soziale Ressourcen als Gesundheitsschutz: Wirkungsweise und Verbreitung in der Schweizer Bevölkerung und in Europa. Obsan Dossier 27. Neuchâtel: Schweizerisches Gesundheitsobservatorium.
[9] Schäffler, H., Biedermann, A., & Salis Gross, C. (2013). Soziale Teilhabe. Angebote gegen Vereinsamung
und Einsamkeit im Alter. Bern.
[10] Cacioppo, S., Grippo, A. J., London, S., Goossens, L., & Cacioppo, J. T. (2015). Loneliness: Clinical Import and Interventions. Perspectives on Psychological Science, 10(2), 238–249
[11] Holt-Lunstad, J., Smith, T. B., Baker, M., Harris, T., & Stephenson, D. (2015). Loneliness and Social Isolation as Risk Factors for Mortality: A Meta-Analytic Review. Perspectives on Psychological Science, 10(2), 227–237
[12] Wettstein, A., Dyntar, D., & Kälin, M. (2014). Gesundheitsrisiko Vereinsamung im Alter. Swiss Medical Forum, 14(47), 877–880
[13] Dellenbach, M., & Angst, S. (2011). Förderung der psychischen Gesundheit im Alter. Online unter www.gesundheitsfoerderung.ch

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*Dieser Artikel entstand im Zusammenhang mit dem SAGW-Bulletin 1/2016 «Gesunde altern in der Schweiz», http://www.sagw.ch/sagw/oeffentlichkeitsarbeit/bulletin.html

Die SAGW bearbeitet in enger Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) teilweise gemeinsam, teilweise komplementär, jedoch in allen Aspekten eng koordiniert das Thema «Gesundheit». Das Programm orientiert sich am „Horizon 2020 Workprogramme 2014 – 2015 Societal Challenge I Health, Demographic Change and Wellbeing“ sowie an den Empfehlungen der „League of European Research Universities“ (LERU). 
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