Dienstag, 11. Dezember 2012

Geisteswissenschaften neu denken

Standortbestimmung
Die SAGW hat eine Standortbestimmung zur Situation der Geisteswissenschaften in der Schweiz vorgenommen, Defizite identifiziert und zeigt nun zukunftsweisende Perspektiven auf. Mit «Empfehlungen zur Erneuerung der Geisteswissenschaften», welche von namhaften Experten ausgearbeitet wurden, will die Akademie einen Beitrag zur künftigen Positionierung, Ausrichtung und Entwicklung der Geisteswissenschaften leisten.

Gemeinsames Selbstverständnis entwickeln
Mit fächerübergreifenden Einführungsveranstaltungen zu den theoretischen Grundlagen und den verschiedenen Methoden soll erreicht werden, dass sich die Geisteswissenschaften auf Gemeinsamkeiten besinnen. Der empfohlene Methoden- und Theorienvergleich befähigt zudem zu einem kritischen Umgang mit den eigenen disziplinären Grundlagen. 

Arbeitsmarktfähigkeit verbessern
Um die Arbeitsmarktfähigkeit zu verbessern, empfiehlt die SAGW, Gelerntes frühzeitig praktisch zu erproben (Praktika, Zusammenarbeit mit Praxispartnern). Die Auseinandersetzung mit den grossen gesellschaftlichen Herausforderungen (grand challenges), zu denen die Geisteswissenschaften viel beizutragen haben, muss einen angemessenen Platz in den Curricula finden. Dadurch werden akademische Inhalte anschlussfähig an die Anforderungen von Wirtschaft, Verwaltung und Politik. 

International konkurrenzfähig werden
Um auch im internationalen Forschungsfeld bestehen zu können, empfiehlt die SAGW, thematische Zentren zu schaffen. Diese könnten helfen, interdisziplinäre Kooperationen aufzugleisen und gemeinsame Projektanträge auszuarbeiten. 

Unsere «Empfehlungen für eine Erneuerung der Geisteswissenschaften» finden Sie hier:

Mehr zum Theme der Kultur der Geisteswissenschaften finden Sie hier:

Was meinen Sie: Tragen diese Empfehlungen dazu bei, dass sich die Geisteswissenschaften gemeinsam gegen den aktuellen hochschulpolitischen Anforderungen behaupten können?