Mittwoch, 23. Januar 2013

Wie weiter mit den Geisteswissenschaften?


Im vergangenen Dezember hat die SAGW das Positionspapier «Für eine Erneuerung der Geisteswissenschaften» herausgegeben. Darin geben wir 16 Empfehlungen zur Stärkung und Neupositionierung der Geisteswissenschaften in der Schweiz ab. Die Geisteswissenschaften sollen ihr «Dr. Arbeitslos»-Image verlieren, denn so schlecht, wie es oft geschrieben wird, steht es um die Arbeitsmarktchancen von Geisteswissenschaftlern nicht. Gemäss einer Befragung des Bundesamtes für Statistik ist die Arbeitslosenquote bei Geisteswissenschaftlern zwar ein Jahr nach Abschluss höher, als bei Naturwissenschaftlern oder Juristen. Doch ändert sich das Bild nach fünf Jahren. Durch die allgemeinen Qualifikationen können sich die Geisteswissenschaftlern auf dem flexiblen Arbeitsmarkt gegenüber den Naturwissenschaftlern und den Juristen besser durchsetzen. Die Flexibilität der Geisteswissenschaftler sieht auch Mauro Dell’Ambrogio im Interview vom 9. Januar (siehe Beitrag oben) als Stärke der Disziplin. Er spricht sich, wie auch Bundesrat Johann Schneider-Ammann, klar gegen einen Numerus Claus aus. Ein staatliche Regulierung sei nicht sinnvoll, da das System sich selber regulieren kann, betont der Staatssekretär. 

Die Diskussionen der letzten Wochen zeigen, dass eine Stärkung der Geisteswissenschaften nötig ist. Die SAGW zeigt mit ihrem Positionspapier einen möglichen Weg auf.

Quellen:
Artikel in der neuen Luzerner Zeitung vom 21. Dezember 2012:

Artikel in der Sonntagszeitung vom 6. Januar 2013:

Link zum Interview auf SRF vom 9. Januar 2013: http://www.srf.ch/sendungen/tagesgespraech/mauro-dell-ambrogio-zum-denkplatz-schweiz

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