„Gab es denn Migration schon früher?“ fragt Melanie erschrocken (w, 23, CH)


Beitrag von Simon Kübler, Student an der Universität Basel

… Die Schweiz steht vor beunruhigenden Zeiten: fremde Menschen mit ungewohnten Sitten und Sprachen haben ihre Heimat verlassen und drängen in die Schweiz. Das geordnete Leben und der Reichtum der hier Lebenden sind bedroht – manche der Fremden stehlen, sind gewalttätig, achten die hier geltenden Gesetze nicht.

Ein Szenario aus dem Jahr 2016, von dem wir befürchten, dass es eintreffen könnte? Nein, es sind Schilderungen und Ängste, welche Menschen hier vor 1500 Jahren bewegten, wie Melanie nun erfährt. Wie vielen heute Lebenden ist ihr aber nicht bewusst, wie sehr Migration und die Ankunft Fremder mit eigener Kultur die Geschichte unseres Landes geprägt haben. Nein, Migration ist kein Phänomen der Moderne. In unserer Veranstaltung geben wir uns aber nicht mit einem „Das war schon immer so“ zufrieden und bieten Ihnen aus „erster Kelle“ die Informationen aus dem grössten Geschichtsbuch der Schweiz — dem Boden!

Die Archäologie untersucht Traditionen und neue Einflüsse. Sie zeigt damit die Migration aus einer ganz anderen Perspektive. Wir haben Passanten nach ihrem Wissen und ihren Ansichten befragt und stellen diese den aktuellsten Forschungsergebnissen gegenüber. Mit Dingen aus unserem täglichen Leben, mit Vorträgen und Infoständen, referiert und präsentiert von Studierenden der Universität Basel, zeichnen wir das heute gültige Bild von Tradition und Wechsel auf eine wissenschaftlich richtige, aber unterhaltsame Art.

Bei uns erfahren Sie, wie man mitunter die Heimat eines „fremden“ Skeletts findet und wie man dem Menschen eine Geschichte wiedergiebt. Sie können sich selbst als Forensiker der Vergangenheit betätigen, und sie lernen Methoden der naturwissenschaftlichen Archäologie kennen.

Zudem können Sie die Schweizer Geschichte erschnuppern und in Schweizer Tradition schlemmen, wortwörtlich! Unsere Gourmet-Köche bieten Ihnen „urschweizerische“ Speisen, die Sie auf der Zunge zergehen lassen können. Erfahren Sie selbst, wie bekömmlich die Auswirkungen der Migration sein können.

All das und vieles mehr finden Sie am Samstag, dem 16. April für Sie zubereitet und aufgetischt am Petersplatz in Basel. Die Studierende der Altertumswissenschaften der Universität Basel sowie Archäologie Schweiz heissen Sie herzlich willkommen!

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«Fremde Knochen in Schweizer Boden – Migration im Spiegel der Archäologie» – Organisiert und durchgeführt im Rahmen der SAGW-Veranstaltungsreihe „La suisse existe – la suisse n’existe pas“ von der Archäologie Schweiz und den Studierenden der Altertumswissenschaften der Universität Basel.

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